Expertenjury

Ein interdisziplinäres Gremium von Experten aus verschiedenen relevanten Fachbereichen evaluiert jeweils am Ende einer Challenge die vielversprechendsten und innovativsten Beiträge. Sowohl die Community-Bewertung als auch die Jurybewertung fließen in die Entscheidung über die Gewinnerbeiträge ein.

  • Prof. Dr. Felix Beuschlein
    Felix Beuschlein ist Oberarzt und Leiter des Schwerpunkts Endokrinologische Forschung an der Medizinischen Klinik Innenstadt der LMU München. Als Facharzt für Endokrinologie und Diabetologie beschäftigt er sich mit den genauen Entstehungsmechanismen und Auswirkungen von zahlreichen Erkrankungen des Hormonsystems. Seltene endokrine Tumorerkrankungen, vor allem die der Nebenniere, liegen ihm dabei besonders am Herzen. Der mit zahlreichen Preisen dekorierte Internist ist Mitglied in namhaften nationalen und internationalen Gesellschaften der Endokrinologie und wissenschaftlicher Beirat von Orphanet Deutschland.
  • Lisa Biehl
    Lisa Biehl, seit 2008 bei der ACHSE, arbeitet im Rahmen eines Projektes zur Verbesserung von Informationen zu Seltenen Erkrankungen und Stärkung der Vernetzung der Selbsthilfe, das durch die Robert Bosch Stiftung und die Deutsche Telekom unterstützt wird. Nach ihrer Ausbildung zur und Arbeit als Kinderkrankenschwester, studierte sie Psychologie (Diplom an der FU-Berlin), sammelte Erfahrungen in der Selbsthilfe für psychisch Kranke und arbeitete mehrere Jahre in Beratungs- und Kommunikationsfirmen, u. a. im Bereich neuer Medien
  • Prof. Dr. Michael Borte
    Michael Borte ist Professor für Kinder- und Jugendmedizin und Chefarzt des Fachbereiches Pädiatrische Rheumatologie, Immunologie und Infektiologie des Klinikums St. Georg gGmbH Leipzig. In seiner klinischen Tätigkeit beschäftigt er sich intensiv mit rheumatologischen Erkrankungen, mit Autoimmunerkrankungen sowie mit Immundefekterkrankungen und Infektionskrankheiten bei Kindern und Jugendlichen. Er war maßgeblich am Aufbau zahlreicher Spezialsprechstunden, darunter der Rheuma- und Immundefektambulanz sowie der Umwelt-Ambulanz für allergiegefährdete und Risikoneugeborene beteiligt. Prof. Borte ist wissenschaftlicher Leiter der Sächsischen Impftage und Mitglied der Sächsischen Impfkommission. Seine wissenschaftliche Reputation belegen über 400 Publikationen und Buchbeiträge sowie mehr als 500 Vorträge und Posterpräsentationen.
  • Oliver Gross
    Oliver Gross arbeitet als Oberarzt in der nephrologischen und rheumatologischen Abteilung des Universitätsklinikums Göttingen. Als Facharzt für Nephrologie und Hypertensiologie beschäftigt er sich sowohl wissenschaftlich als auch ehrenamtlich mit erblichen Kollagenkrankheiten, im Speziellen dem Alport Syndrom und der familiären benignen Hämaturie. In seinem akademischen Werdegang, wie auch in zahlreichen Fachpublikationen untersucht er dabei die genetischen Ursachen und physiologischen Auswirkungen von Bindegewebsschwächen auf die Nierenfunktion und versucht Behandlungsmöglichkeiten dagegen zu entwickeln. Neben seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Medizinischen Beirat von Selbsthilfegruppen veranstaltet der mit zahlreichen Fachpreisen dotierte Arzt federführend internationale Kongresse zu Nierenkrankheiten.
  • Dr. Richard Haaser
    Richard Haaser ist Kinder- und Jugendarzt in einer eigenständigen Praxis in Feucht. Nach dem Medizinstudium in Gießen und der Facharzt-Weiterbildung in Nürnberg ließ er sich in Feucht/Mittelfranken nieder. Neben seiner kinderärztlichen Tätigkeit engagiert er sich in zahlreichen Projekten und Initiativen.
  • Prof. Dr. Dr. Christoph Klein
    Christoph Klein studierte Philosophie und Humanmedizin an den Universitäten Ulm, Harvard und München. Seine kinderärztliche Ausbildung absolvierte er am Dr. von Hauner’schen Kinderspital der LMU München und in der Kinderklinik der Universität Freiburg. Es folgten Schwerpunktausbildungen in Pädiatrischer Immunologie/Hämatologie/Onkologie am Hôpital Necker, Paris, sowie am Children’s Hospital der Harvard Medical School. Nach zweijähriger Dozententätigkeit an der Harvard Medical School wurde er im Jahr 2000 auf eine Professur der Medizinischen Hochschule Hannover berufen. Dort übernahm er 2008 die ärztliche Leitung der Klinik für Pädiatrische Hämatologie & Onkologie. Seit 2011 ist er Ordinarius für Kinderheilkunde und Jugendmedizin sowie Ärztlicher Direktor des Dr. von Hauner’schen Kinderspitals an der Ludwig Maximilians Universität München. Professor Klein ist Mitglied in vielen nationalen und internationalen Fachgesellschaften und wurde durch eine große Zahl von wissenschaftlichen Preisen ausgezeichnet (z.B. Czerny Preis der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde, Glaxo-Smith-Kline Preis für Klinische Forschung). 2010 erhielt er als erster Kinderarzt den Gottfried-Wilhelm-Leibniz Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 2011 den Eva-Luise-Köhler Preis für Seltene Erkrankungen sowie den William Dameshek Preis der American Society of Hematology. Seine wissenschaftlichen Interessen liegen im Bereich der molekularen Pathophysiologie primärer Immundefekterkrankungen, der Blutbildung, und der Gentherapie.
  • Prof. Dr. Thomas Klockgether
    Thomas Klockgether leitet die Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Bonn. Er beschäftigt sich klinisch und wissenschaftlich mit seltenen Bewegungsstörungen, insbesondere Ataxien. Prof. Klockgether ist Sprecher der Ataxia Study Group und leitet das Zentrum für Seltene Erkrankungen Bonn.
  • Prof. Dr. Harald Korb
    Harald Korb verfügt über eine nunmehr 10jährige Erfahrung im Monitoring von Patienten mit chronischen Erkrankungen und gilt als national wie international anerkannter und tonangebender Experte auf dem Gebiet des Telemonitorings. Nach seiner Habilitation im Fachgebiet Physiologie und Pathophysiologie war er an mehreren Universitäten als Herzchirurg tätig und wurde 1990 zum außerplanmäßigen Professor der Universität zu Köln ernannt. 2001 wechselte er als Ärztlicher Direktor zur PHILIPS HealthCare Telemedicine Services GmbH in Düsseldorf in die Telemedizin, bereitete damit der seinerzeit noch sehr jungen Disziplin „Telemonitoring“ im Rahmen diverser Studien und Projekte den Weg und setzte mehrere kassenfinanzierte Projekte der Integrierten Versorgung, speziell im Bereich kardiovaskulärer Erkrankungen, um. Seit September 2007 ist er in seiner Hauptfunktion als Ärztlicher Direktor der Vitaphone GmbH in Mannheim tätig. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten, unter anderem auf dem Gebiet der Telemedizin, erhielt er zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen. Herr Korb ist Mitglied in mehreren nationalen und internationalen Fachgesellschaften und Verbänden der Telemedizin.
  • Prof. Dr. Tobias Kretschmer
    Tobias Kretschmer ist seit 2006 Direktor des Instituts für Strategie, Technologie und Organisation (ISTO) an der Universität München und seit 2010 zugleich Bereichsleiter für Industrieökonomik und Neue Technologien am ifo Institut für Wirtschaftsforschung. Als Professor für Betriebswirtschaftslehre beschäftigt er sich mit der Strategie, Organisation und Ökonomie von Hochtechnologie-Industrien, insbesondere von Kommunikationsmärkten, sowie der Einführung von Produkt-Innovationen. Prof. Kretschmer ist Mitglied in zahlreichen namhaften nationalen und internationalen Forschungsorganisationen und Gastprofessor an renommierten Fakultäten u.a. in Dänemark, Portugal und Frankreich. Seine Ausbildung absolvierte er neben weiteren Auslandsaufenthalten an der Universität St. Gallen und der London Business School.
  • Dr. Johannes Meier
    Johannes Meier studierte Informatik an der RWTH Aachen und wurde in Informations- und Kommunikationswissenschaften an der University of Hawaii 1990 promoviert. 2009 gründete er die Xi GmbH zur Entwicklung von Koordinationssystemen für komplexe Organisationskontexte. Zurzeit ist er federführend im Aufbau des AMD-Netz NRW e.V. beteiligt, eine Gesundheitsplattform für Symptome und Therapien rund um die altersabhängige Makula-Degeneration (AMD). Vor dem Schritt ins Unternehmertum war er Partner bei McKinsey & Co., Vorstandsvorsitzender der GE CompuNet Computer AG und Vorstand der Bertelsmann Stiftung. Johannes Meier ist verheiratet und hat vier Kinder.
  • Prof. Dr. Ania Muntau
    Ania C. Muntau ist seit 2006 als Professorin für Molekulare Pädiatrie am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität in München tätig. Seit über 20 Jahren arbeitet sie klinisch und wissenschaftlich auf dem Gebiet der seltenen genetischen Erkrankungen und leitet die Abteilung für angeborene Stoffwechselerkrankungen, die mehr als 1000 Kinder ambulant und stationär betreut. Gemeinsam mit ihrer 30köpfigen interdisziplinären Forschungsgruppe widmet sie sich insbesondere der Erforschung und Erprobung alternativer Therapiestrategien für Patienten mit seltenen metabolischen Störungen. Frau Prof. Muntau ist Mitglied zahlreicher internationaler Fachgesellschaften und pflegt Kooperationen mit renommierten Spitzenforschern im In- und Ausland.
  • Prof. Dr. Ralf Reichwald
    Ralf Reichwald promovierte 1973 zum Dr. rer. pol. in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1975 wurde er zum Extraordinarius an die Universität der Bundeswehr München berufen, und nach mehreren Rufen auf betriebswirtschaftliche Lehrstühle an andere Universitäten wurde er 1990 als Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine und Industrielle Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Universität München ernannt. Von 1994 bis 1996 war er Dekan der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften und von 2002 bis 2005 der erste gewählte Dekan der 2002 neu gegründeten Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Technischen Universität München Ralf Reichwald ist Autor und Mitautor von mehr als 30 Buchpublikationen und mehr als 200 Aufsätzen in Fachzeitschriften und Sammelwerken zu seinen Schwerpunkten in Forschung und Lehre. Die Forschungsarbeiten liegen in der empirischen Organisations- und Innovationsforschung im Bereich der Managementmethoden sowie in der empirischen Führungsforschung. Sein besonderes Interesse gilt seit den 1970er Jahren der Pilotierung und Anwendung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien und deren Auswirkungen auf Unternehmen und Märkte. Die von ihm mitherausgegebene Schriftenreihe "Markt und Unternehmensentwicklung" umfasst mehr als 150 Bände.
  • Prof. Dr. Olaf Rieß
    Olaf Rieß ist Professor für Medizinische Genetik und Ärztlicher Direktor des Instituts für Humangenetik an der Universität Tübingen. Unter seiner Regie wurde das Zentrum für Seltene Erkrankungen (ZSE) am Universitätsklinikum Tübingen aufgebaut, ein Behandlungs- und Forschungszentrum für Menschen mit seltenen Krankheiten in Deutschland. Die Schwerpunkte in seiner klinischen Tätigkeit legt der Humangenetiker auf seltene familiäre Tumorerkrankungen, Behinderungen im Kindesalter als auch auf degenerative Bewegungsstörungen im Kindes- und Erwachsenenalter. Er trug wesentlich zur Etablierung von modernen Diagnose- und Sequenzierungsmethoden zur Detektion kleinster DNA-Abschnitte und krankheitsverursachenden Punktmutationen – dem Next Generation Sequencing – im klinischen Alltag bei. Ferner möchte er als Gründungsmitglied des ZSE die Forschungsbefunde und Diagnostik auf dem Gebiet der Humangenetik im Sinne einer individualisierten Therapie in die klinische Routine überführen.
  • Prof. Arndt Rolfs
    Arndt Rolfs ist Professor für Neurologie und Direktor des Albrecht-Kossel- Instituts für Neuroregeneration der Universität Rostock mit Ausbildung in Mainz und Wien. Nach seiner Approbation 1985 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Neurologischen Klinik und als Leiter des Neurochemischen Labors des Klinikums Steglitz tätig, am Max Planck Institut für Molekulargenetik und in der Klinik für Psychiatrie des Univ.-Klinikums Rudolf-Virchow in Berlin. Seit 1993 ist er an der Universität Rostock beschäftigt, zunächst als leitender Oberarzt an der Klinik für Neurologie und als Leiter des Neurobiologischen Forschungslabors, später als stellvertretender Direktor der Klinik für Neurologie und Poliklinik des Zentrums für Nervenheilkunde und als Professor für Neurologie. Seit 2008 ist er Direktor des Albrecht-Kossel-Instituts für Neuroregeneration der Universität Rostock. Darüber hinaus ist er als Leiter diverser internationaler, multizentrischer Studien im Bereich seltener Krankheiten tätig, wie z. B. der SIFAP-Studie (größte Untersuchung zur Erforschung der Ursachen des Schlaganfalls bei jugendlichen Menschen).
  • Prof. Dr. Oliver Schöffski
    Oliver Schöffski ist Leiter des Lehrstuhls für Gesundheitsmanagement der Universität Erlangen-Nürnberg. Er hat in Hannover Wirtschaftswissenschaften studiert, dort promoviert und habilitiert, sowie einen Ergänzungsstudiengang "Public Health" absolviert. In Forschung und Lehre beschäftigt er sich mit den ökonomischen Fragen des Gesundheitswesens, sein Forschungsschwerpunkt sind gesundheitsökonomische Evaluationen, d.h. die kombinierte medizinisch/ökonomische Bewertung von Maßnahmen im Gesundheitswesen.
  • Prof. Dr. Dominik Walcher
    Nach Abschluss des Architekturstudiums an der Universität Stuttgart absolvierte Dominik Walcher das Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Technischen Universität München und der University of California at Berkeley. Seit Januar 2007 ist er Professor für Marketing und Innovationsmanagement an der FH Salzburg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Mass Customization, Open Innovation, Brandmanagement und Sustainability Marketing. Erkenntnisse aus seinen Forschungen ließ Dominik Walcher in zahlreiche Veröffentlichungen sowie in die akademische Lehre und in Beratungsprojekte einfließen. Er ist Gründer des Instituts für Markt- und lnnovationsforschung und unterrichtet neben Salzburg an Hochschulen in München, Stuttgart, St. Gallen, Helsinki und Kopenhagen.
  • Dr. Doris Wilborn
    Doris Wilborn arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medizin-, Pflegepädagogik und Pflegewissenschaft der Charité in Berlin. Nach vielen Jahren Berufserfahrung als Krankenschwester an namhaften deutschen Krankenhäusern, bildete sie sich zur Diplom-Pflegepädagogin fort. Während ihrer Tätigkeit als Diplompflegepädagogin in der Ausbildung von angehenden PflegeschülerInnen legte sie sowohl großen Wert auf eine praxisnahe Umsetzung der Theorie als auch eine zeitnahe Einführung von aktuellen Forschungsergebnissen in den Pflegealltag. Lehreschwerpunkte in ihrem derzeitigen Aufgabenfeld als wissenschaftliche Mitarbeiterin liegen im Thema Evidenz basierte Praxis und Implementierung von Forschungsergebnissen in die Praxis. Als Pflegewissenschaftlerin beschäftigt sie sich mit der Entstehung von Dekubitus, dem Auftreten von Druckstellen am Körper durch langes Liegen. In ihrer abgeschlossenen Doktorarbeit untersuchte sie den aktuellen Stand der Dekubitusprophylaxe in der heutigen pflegerischen Versorgung im Zusammenhang mit dem Expertenstandard Dekubitusprophylaxe des DNQP.